Grenzenlose Wildnis – «Freedom to Roam»

Inspiriert von den Romanen Jack Londons brach Florian Schulz vor zehn Jahren das erste Mal nach Alaska auf. Er war auf der Suche nach unberührten Landschaften und der dortigen Tierwelt. Es folgten viele weitere Wildnisaufenthalte, die sein Naturbewusstsein prägten. Heute kämpft er mit seinem Projekt «Freedom to Roam» für Naturkorridore, die den Tieren ungehinderte Wanderungen zwischen den Wildnisgebieten ermöglichen. Der engagierte Naturfotograf verbringt – meist mit seiner mexikanischen Partnerin Emil – Jahr für Jahr mehrere Monate in den entlegensten Gebieten Alaskas und dem Westen Nordamerikas. In drei Episoden erzählt er von seinen Erlebnissen.
Die Kinder vom Bahnhof New Delhi

Juli 2006, beinahe ein Jahr ist es her, seit Simi Kasper die Schweiz verlassen hat. Sie lebte und arbeitete unter einfachsten Bedingungen ein Jahr als Volunteer in einer musischen Wohnschule für sozial benachteiligte Kinder in Indien und bereiste im Anschluss verschiedene Teile des Landes. Jetzt, am Ende dieses Aufenthaltes, inmitten des strömenden Juliregens, steht sie an der New Delhi Railway Station und nimmt Abschied von Indien. Doch sie weiss mit Sicherheit, dieser wird nicht für immer sein.
Karin Hofmann – Mittendrinn im Abseits: Nordirak
Dohuk liegt im äussersten Zipfel in Iraks Kurdistan, nur wenige Kilometer von der türkischen und der syrischen Grenze entfernt. Die Stadt ist eingebettet zwischen zwei Bergketten, auf denen im Winter Schnee liegt. Doch der langsam zu Ende gehende Winter war beinahe schneefrei. Das ist mir mehr als nur Recht. Dohuks Häuser haben keine Zentralheizung und sind schlecht isoliert. Geheizt wird mit Paraffinöl-Öfen, die ihre Wärme lediglich im Umkreis von einem Meter, den Ölgeruch jedoch im ganzen Haus verbreiten.




